Biographien jenseits normaler Erwerbsarbeit : Ausbildungs- und Erwerbsverläufe junger Erwachsener in den neuen Bundesländern
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Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit Fragen der Ausbildungs- und Erwerbsverläufe benachteiligter junger Frauen und Männer, die aufgrund der Marginalisierung am Arbeitsmarkt von sozialer Exklusion bedroht sind. Es werden Biographien von jungen Erwachsenen betrachtet, die Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung (wiederholt) abgebrochen haben, die z.T. der Agentur für Arbeit nich t bekannt sind, die, wenn überhaupt, nur Erfahrungen mit prekären Beschäftigungsverhältnissen gemacht haben. Welche Strategien der Bewältigung setzen diese jungen Erwachsenen ein, die durch das Raster der normalbiographischen Erfahrungen und damit z.T. auch durch das Raster des institutionellen Einflusses fallen?" Die als qualitatives Panel angelegte Studie wurde an drei Standorten in den neuen Bundesländern durchgeführt. Die vorgestellten Ergebnisse gehen auf die Interviewauswertungen der ersten beiden Untersuchungswellen ein. Diese machen deutlich, dass die Jugendlichen in ihren Lebensvorstellungen alle zunächst ein normalbiografisches Muster verfolgen, d.h. eine Berufsausbildung zu absolvieren, um danach in eine Vollerwerbstätigkeit münden zu können. Erst nach dem (mehrfachen) Scheitern den geplanten Lebenslauf umzusetzen, finden sich bei den Befragten verschiedene Wege, diese Diskrepanz von Vorstellung und Realität zu bewältigen. Neben individuellen Bewältigungsstrategien scheint hier eine institutionelle Unterstützung für die jungen Erwachsenen in ihrem Bestreben nach Alternativen zu suchen wichtig. Das erfordert der Autorin zufolge eine Neuorientierung der Institutionen. (Textauszug, BIBB-Doku)