Interaktivität der Technologie als Herausforderung an Bildung : zur Gender-Frage in der Informationsgesellschaft
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Abstract
Bis heute fehlen schlüssige und unmittelbar einleuchtende Erklärungsmuster für die Tatsache, dass in Deutschland im Technologiebereich Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass es eher kulturelle Einstellungen und Muster sind, die den weitgehenden Ausschluss von Frauen in diesem Bereich hervorrufen. Der Beitrag diskutiert Bildungsvorstellungen für eine informationstechnische Bildung unter der Fragestellung, wie es gelingt, über die Anwendungen eine Haltung zu befördern, die das Interesse hervorruft, mehr zu wissen, mehr zu lernen, technologisches Wissen als lustvoll und gewinnbringend zu erleben. Die Koedukationsdebatte ist dabei ein wesentlicher Ansatzpunkt, um kulturelle Muster aufzubrechen, die Technik mit männlicher Dominanz verbinden. Sie enthebt aber nicht der Frage, welches die Inhalte sind, die Mädchen und Frauen einen lustvollen Zugang zu Technologie ermöglichen können. Abschliessend zeigt die Autorin die Konsequenzen für die Bildung auf. Sie weist darauf hin, dass Bildungskonzepte in der Informationsgesellschaft nicht zwischen Technik und Medieninhalt trennen dürfen. Die in der Computertechnologie angelegte Interaktivität könne einerseits einen Weg öffnen, technologische Interessen und technologische Neugier zu wecken und fordere andererseits eine Offenheit und Flexibilität gegenüber den Anforderungen, die aus dem sozialen Kontext und aus den Anwendungen entstehen. (BIBB2)