Hintergründe vorzeitiger Lösungen von Ausbildungsverträgen aus der Sicht von Auszubildenden und Betrieben in der Region Leipzig : eine Studie im Auftrag der Landratsämter Nordsachsen und Leipzig sowie der Stadt Leipzig
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160150
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Leipzig
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Abstract
Diese Studie sucht nach den Ursachen und Hintergründen für das vorzeitige Beenden von Ausbildungsverträgen in der Region Leipzig. Sie wurde von der Forschungsgruppe I:BB der Universität Bremen im Rahmen des "Regionalen Übergangsmanagements Nordsachsen" und dem Programm "Lernen vor Ort" erstellt. Die Grundlage der Studie bildet eine schriftliche Befragung von Auszubildenden und Betrieben, die im Jahr 2011 mit einer Lösung des Ausbildungsvertrages konfrontiert waren. Es wurde nach betriebsbezogenen, beruflichen, berufsschulischen und persönlichen Gründen für einen Ausbildungsabbruch gefragt. Im Jahr 2011 wurden im IHK-Bezirk Leipzig (Stadt Leipzig, Landkreis Nordsachen, Landkreis Leipzig) 1.228 Ausbildungsverhältnisse (ca. 14%) und im Bezirk der Handwerkskammer zu Leipzig 577 Ausbildungsverhältnisse (ca. 16%) vor Beendigung der Ausbildung vorzeitig aufgelöst. Bundesweit wird in mehr als ein Fünftel (23,0%) der Fälle die Ausbildung vorzeitig abgebrochen (BIBB 2012). Der größte Anteil an Ausbildungsabbrüchen im IHK-Bereich vollzieht sich in den Dienstleistungsberufen (13%), im Handel (11,4%) und in der Gastronomie (8,4%). Im Handwerk kommt es zu Lösungen von Ausbildungsverträgen vorrangig im Metall- und Elektrogewerbe (11,4%), Bau-, Ausbau- und Holzgewerbe (9%) sowie im Körperpflegegewerbe (8%) - hier insbesondere im Friseurberuf. Die Studie nennt acht Handlungsfelder für die Erarbeitung gezielter regionaler Präventionsmaßnahmen, wobei der Berufsorientierung eine besondere Bedeutung beigemessen wird. (BIBB-Doku)