Tagebuchverfahren zur Erhebung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Lern- und Erlebensprozessen in der beruflichen Bildung
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157149
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Abstract
"Der Beitrag berichtet über den Einsatz der Tagebuchmethodik in der beruflichen Bildung und greift dabei schwerpunktmäßig inhaltliche und methodische Desiderate der Forschung zu außerunterrichtlichen Lernaktivitäten auf. In einer Studie mit 96 Lernenden werden die außerunterrichtlichen Lernprozesse für das Fach Rechnungswesen über eine zweiwöchige Unterrichtseinheit hinweg erfasst und in einen Zusammenhang mit dem subjektiven Erleben des Unterrichts und korrespondierenden Wissenserwerben gestellt. Das Erkenntnisinteresse zielt dabei neben der Beschreibung von Umfang und Gestaltung der außerunterrichtlichen Lernaktivitäten auf die Analyse von Zusammenhängen zwischen den Erlebens- und Lernprozessen in und außerhalb des Unterrichts sowie die Identifikation verschiedener Schülertypen in Abhängigkeit der subjektiven Qualität des außerunterrichtlichen Lernens ab. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine qualitative Anreicherung der Lerntagebücher um subjektive Einschätzungen der Lernenden und die Kopplung mit den im Rahmen des Continuous-State-Sampling gewonnenen Erlebensdaten aus dem Unterrichtsprozess die einschlägige Befundlage adäquat ergänzen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)