Berufliche Weiterbildung in der DDR vor der Wende

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Abstract

"Der Beitrag befasst sich rückblickend, aber auch vorausschauend mit der Erwachsenenbildung auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Es werden zunächst die wichtigsten Etappen in der Entwicklung der Erwachsenenbildung nach 1945 dargestellt. Die noch vor der Gründung der DDR, unter Aufsicht der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland eingerichteten Volkshochschulen und Berufsschulen bezogen die Weiterbildung der Berufstätigen auf gesamtgesellschaftliche und ökonomische Aufgabenstellungen. Die in Deutschland auf eine lange Tradition zurückblickenden Volkshochschulen wurden auch nach der Gründung der DDR als bewährte Grundformen der Erwachsenenbildung weiterentwickelt. Betriebs- und Dorfakademien eröffneten der beruflichen Weiterbildung ein neues, breites Wirkungsfeld. Mitte der 60er Jahre war die Institutionalisierung der Erwachsenenbildung und ihre Integration in das staatliche Bildungswesen abgeschlossen. Wie im allgemeinbildenden Schulwesen stützte man sich auch in der beruflichen Erwachsenenbildung auf die Positionen der Sowjetpädagogik und -psychologie, deren theoretische Grundlage der Marxismus/Leninismus bildete. In den Jahren 1975 bis 1980 wurde das Forschungsprojekt 'Pädagogische Untersuchungen zur Persönlichkeitsentwicklung der Werktätigen im volkseigenen Betrieb unter besonderer Berücksichtigung der Einheit von Arbeiten, Lernen und politischer Tätigkeit' durchgeführt. Der Beitrag stellt im zweiten Teil Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus den empirischen Erhebungen vor. Daran schliessen sich Überlegungen, was mit der Integration der fünf neuen Bundesländer in die alte Bundesrepublik Deutschland im übernommenen Weiterbildungssystem überwunden werden muss, was bewahrenswert erscheint und welche Anknüpfungspunkte für künftige Weiterbildungsstrategien vorhanden sind." (Autorenreferat)

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