Akademisierungswahn und Perspektiven beruflicher Bildung in einer digitalisierten Arbeitswelt
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184127
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Abstract
"Über lange Jahre dominierte die These, dass ein immer stärker anwachsender akademischer Sektor ökonomisch geboten wäre, die öffentliche Debatte. Obwohl die volkswirtschaftlichen Daten von Ländern wie Deutschland und Österreich dieser These seit Jahrzehnten widersprachen, geriet diese erst in den letzten Jahren merklich in die Kritik. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, dass die Forderung nach einer weiteren Ausweitung des akademischen Sektors auf einem fundamentalen bildungsökonomischen Denkfehler beruht, welcher annimmt, dass sich aus dem individuellen Vorteil des Akademikers gegenüber des Nicht-Akademikers ein volkswirtschaftlicher ergeben würde. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass die erneut vernehmbaren Rufe nach einer höheren Akademikerquote aufgrund der Digitalisierung ebenso wenig plausibel sind." (Autorenreferat, BIBB-Doku)