Berufliche Orientierung von Jugendlichen im Berufseinstiegsjahr (BEJ) : zum Einfluss sozioökonomischer Bedingungen und des Migrationshintergrundes

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Der Beitrag berichtet über Ergebnisse einer landesweiten Befragung von Schüler/innen des Berufseinstiegsjahres (BEJ) in Baden-Württemberg. Die Studie untersuchte auf Grundlage der Sozialisationstheorie von Bourdieu den Einfluss von Herkunftseffekten auf Bildungsentscheidungen und Bildungsbiographien. Das 2007 in Baden-Württemberg eingeführte BEJ stellt eine typische Maßnahme im Übergangssystem dar, in deren Verlauf kein anerkannter Abschluss zu erreichen ist, aber Ausbildungsreife und Berufsorientierung stabilisiert werden können. Es wurde festgestellt, dass sich die Gruppe der BEJ-SchülerInnen sehr heterogen präsentiert, die soziokulturellen Voraussetzungen stark variieren und die sprachlichen Differenzen oft beträchtlich sind. Der Anteil der jugendlichen Migranten lag bei über 60 Prozent und spiegelt ihre schlechten Chancen auf einen Ausbildungsplatz wider. Insgesamt verfügen Jugendliche im BEJ verfügen über weniger soziales, ökonomisches und kulturelles Kapital als ihre Altersgenossen in Baden-Württemberg. Bei den Berufs- und Ausbildungswünschen der Jugendlichen lässt sich eine Orientierung an tradierten Geschlechterbildern feststellen. (BIBB-Doku)

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