Deutsch-chinesische "Lern-Konflikte" - Berufspädagogische Paradigmen im Spannungsfeld unterschiedlicher soziokultureller Orientierungen
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Abstract
"Die deutsch-chinesische Kooperation auf dem Gebiet der Berufsbildung kann auf eine über fünfzehnjährige Geschichte zurückblicken. In dem Beitrag werden einige der Stärken und Schwächen der Kooperationsgeschichte mit Blick auf die unterschiedlichen Leitgedanken sowie die prägenden soziokulturellen Determinanten der beiden Kooperationspartner analysiert. In China werden auf dem Gebiet der Berufsbildung viele Probleme auf andere Weise wahrgenommen als im Westen; es herrscht eine andere Definition von Beruf und ein unterschiedliches Verständnis von Modernität und Fortschritt. Die Berufsbildung insgesamt geniesst als gesellschaftliches Subsystem einen nur teilweise vergleichbaren Status und ist mit andersartigen gesellschaftlichen Erwartungen und Ansprüchen konfrontiert als im Westen. Der Beitrag beleuchtet einige der Bezugslinien zwischen berufspädagogischen Modellen und Handlungskonzepten einerseits und dem jeweiligen soziokulturellen Umfeld andererseits. Das bessere Verständnis der zentralen Werte und Orientierungen des Partners kann zur Verbesserung der Bedingungen wechselseitigen Lernens und der Optimierung der künftigen Kooperation beitragen. Ausgangspunkt der Betrachtung sind die jeweiligen Paradigmen, die allen konkreten Handlungen und Denkprozessen zugrundeliegen." (Autorenreferat)