Die Zukunft der Bauberufe - Mögliche Auswirkungen von Demografie, Bildungsverhalten und beruflicher Flexibilität auf die Fach- und Arbeitskräftesicherung
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Abstract
Jüngste Projektionen zur langfristigen Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigen, dass aufgrund der demografischen Entwicklung das Angebot an Arbeitskräften schneller zurückgehen wird als die Arbeitskräftenachfrage. Durch einen Wandel des Bildungsverhaltens hin zu mehr akademischen Abschlüssen sind vor allem mehr Engpässe im mittleren Qualifikationsbereich zu erwarten. Dies betrifft vor allem Berufe, deren Berufsabschluss über die klassische duale Berufsausbildung erworben wird. Hierzu zählen Berufe des Handwerks, die den Großteil der typischen Bauberufe stellen. Im Beitrag wird die mögliche zukünftige Entwicklung der Bauberufe anhand der Methodik der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen (QuBe-Projekt) beleuchtet. Ausgehend von der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarktentwicklung wird zunächst die Entwicklung nach Qualifikationsstufen und Berufshauptfeldern dargestellt, bevor das Arbeitskräftepotenzial der Bauberufe in den relevanten Berufshauptfeldern herausgearbeitet und bis 2030 festgeschrieben wird. Dabei wird nicht nur das Angebot an ausgebildeten Fachkräften berücksichtigt, sondern auch berufliche Zu- und Abwanderungen werden nachgezeichnet. Die Projektion des Arbeitskräfteangebots unter Berücksichtigung dieser sog. beruflichen Flexibilitäten wird dem Arbeitskräftebedarf bis 2030 in den ausgewählten Bauberufen gegenübergestellt und aufgezeigt, inwieweit Arbeitskräftepotenziale durch geändertes berufliches Mobilitätsverhalten erschlossen werden können. (BIBB-Doku)