Verantwortung der Anbieter oder staatlicher Qualitäts-TÜV? : Qualitätsverbesserung in der beruflichen Weiterbildung
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Abstract
Das am weitesten verbreitete Modell zum Management von Qualität ist das Modell der International Organization for Standardization (ISO), in den letzten Jahren gewinnt in Europa jedoch das umfassendere Excellence-Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) an Boden. Da beide Modelle produkt- und branchenneutral sind, müssen sie bei ihrer Umsetzung in die Weiterbildungspraxis zumindest durch branchenspezifische, wenn nicht sogar organisationsspezifische Qualitätsstandards ergänzt werden. Strittig ist, ob diese von den Weiterbildungsanbietern oder durch den Staat festgelegt werden sollen. Der Beitrag diskutiert die ordnungspolitischen Grundpositionen - freier Markt versus zentrale Steuerung durch staatliche Normen - und plädiert angesichts der Schwächen beider Positionen für Zwischenlösungen, die marktwirtschaftliche Mechanismen nutzen, um öffentlich verantwortete Weiterbildungsstandards durchzusetzen. Die Vorschläge, wie die Veröffentlichung und Analyse der Qualitätspolitiken und Qualitätsziele der Anbieter, die Vergabe eines Qualitätssiegels und die Ausschreibung von staatlichen Qualitätspreisen, zielen auf die Verbesserung der Information für Weiterbildungsnachfrager und -berater über Weiterbildungsanbieter und/oder Weiterbildungsangebote. (BIBB2)