Karriereoptionen von Abiturienten : eine Analyse der Verdienstmöglichkeiten in Abhängigkeit unterschiedlicher Ausbildungspfade
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Bielefeld
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Abstract
Der Beitrag untersucht, ob und in welcher Form sich eine Doppelqualifizierung - duale Berufsausbildung und Studium - positiv auf das erzielbare Einkommen auswirkt. Dabei wird von der These ausgegangen, dass die Höhe des erzielbaren Einkommens primär von dem Niveau der höchsten formalen Qualifikation abhängt. Datenbasis ist die vom Bundesinstitut für Berufsbildung und vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung durchgeführte Erhebung (BIBB/IAB-Erhebung) von 1991/92. Als ein zentrales Ergebnis zeigt sich, dass Universitätsabsolventen, die vor ihrem Studium eine Berufsausbildung durchlaufen haben, keine signifikanten Einkommensvorteile gegenüber Direktstudierenden haben. Die höchste formale Qualifikation bestimmt damit tendenziell die Verdienstmöglichkeiten. Abiturienten ohne formalen Berufsabschluss (überwiegend Studienabbrecher) haben gegenüber Abiturienten mit einem nicht-akademischen Berufsabschluss deutlich höhere Einkommen. Es zeigt sich somit eine unerwartet starke Nachfrage des Arbeitsmarktes auch an unvollständigen akademischen Qualifikationen. (BIBB2)