Unerfüllte Erwartungen bei Ägyptens junger gebildeter Generation
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145801
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Abstract
Seit den 50er Jahren erlebt Ägypten einen massiven Anstieg des Bildungsniveaus. Der Anteil der Männer ohne formalen Bildungsabschluss ist von über 40 Prozent auf 20 Prozent gesunken. Angesichts der zugenommenen intergenerationalen Bildungsmobilität ist die berufliche Mobilität zwischen Vätern und Söhnen über denselben Zeitraum jedoch kaum gestiegen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass der vom öffentlichen Sektor domimierte Arbeitsmarkt dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten hat: Für viele gut ausgebildete Ägypter gibt es keine angemessenen Arbeitsplätze - eine Entwicklung, die charakteristisch für viele arabische Staaten ist und zu sozialen und politschen Spannungen geführt hat. Ägypten zeigt, dass Bildung zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für Chancengleichheit in der Gesellschaft ist. Der Beitrag stützt sich auf eine empirische Analyse, basierend auf der Querschnittserhebung des ägyptischen Arbeitsmarktpanels 2006. (BIBB-Doku)