Pflegebildung in Europa stärken : ein empirischer Beitrag zur Harmonisierung
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181306
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Abstract
"Europäische Bildungsziele der transparenten und flexiblen Darstellung von Qualifikationen und Arbeitsmarkprofilen werden über die Etablierung standardisierter Qualifikationsrahmen realisiert. Dabei erweist es sich aus domänenspezifischer, berufsfelddidaktischer Perspektive als problematisch, dass über diese bildungspolitischen Strukturen keine berufsspezifischen Professionsanforderungen, beispielsweise an die Pflegeberufe, abgebildet werden. Diesem Desiderat geht dieser Beitrag über die Diskussion von Ergebnissen aus einer qualitativen Studie zu pflegespezifischen Kompetenzen im europäischen Bildungsraum nach. Das Studiendesign folgt aufgrund der fehlenden empirischen Befunde diesbezüglich der Grounded-Theory-Methodologie (GTM). Zur Erhebung der Daten wurden qualitative Interviews mit Lehrenden und Lernenden in Pflegeausbildungsgängen in den Ländern Schottland, Schweiz und Deutschland durchgeführt. In diesem Beitrag werden sowohl die Begriffsverwendung als auch das zugrunde liegende Verständnis zu pflegespezifischen Kompetenzen empirisch dargestellt und Länder vergleichend diskutiert. Die Ergebnisse verweisen auf drei landesspezifisch unterschiedliche Konzepte zum Verständnis pflegespezifischer Kompetenz. Gleichermaßen lassen sich länderübergreifende Gemeinsamkeiten zur Gestaltung von professionellen Pflegebeziehungen empirisch herausstellen. So zeigt sich, dass ungeachtet eines heterogenen Begriffsverständnisses zu Kompetenz, die inhaltlichen Dimensionen zur Beziehungsgestaltung und deren pädagogischen Zugriffe zur Kompetenzanbahnung in allen drei untersuchten Ländern durchaus auf Gemeinsamkeiten zurückgreifen." (Autorenreferat; BIBB-Doku)