Bildung im Bermuda-Dreieck: Bologna - Lissabon - Berlin : eine Kritik der Bildungsreform
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135910
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Schöningh
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Paderborn
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Abstract
"Der Verdacht erhärtet sich, dass die aktuelle Bildungsreform alles Mögliche im Gepäck führt - nur nicht Bildung. Der Autor geht diesem Zweifel - historisch wie systematisch - in vielfältiger Weise nach. Die Namen europäischer Städte wie Bologna, Lissabon oder Berlin, die als Kürzel für politische Programme, Strategien und Institutionen stehen, fungieren nicht nur als Aufbruchsignale, sondern markieren zugleich Abbruch und Verlust. Hinter der neuen Glanzfassade kommen neue Widerspruchslagen zum Vorschein. [...] Geht man den Ursachen und Wirkungen der Prozesse und Programme auf den Grund, zeigt sich, dass mit der Reform ein ganzes Arsenal neuer Formen der Lenkung, Steuerung und Kontrolle im Bildungssektor Einzug hält. Das Bildungsregime, das die Bildungsreform zu etablieren versucht, gibt sich einen freiheitlichen Anstrich. Doch führt das Versprechen von Freiheit neue Zwangsprozeduren im Schlepptau. Sie schüren den Zweifel, ob die in Gang gesetzten Prozesse das bewirken, was sie vorgeben: bessere Bildung, bessere Schulen und Hochschulen, bessere Lehrerinnen und Lehrer." (Verlag, BIBB-Doku) Aus dem Inhalt: (1) Bildung im Bermuda-Dreieck; (2) Rolle rückwärts: Philanthropine - Gymnasien - 'Glücksritterakademien' (3) Die Reform der Reform: Kommerzialisierung - Technologisierung - Subjektivierung; Erster Exkurs: Heydorn reloaded: Reformkritik gestern und heute. (4) Bildungsregime: Subjektivierungspraktiken - (Selbst-)Führungstechniken - Wahrheitsmaschinen; Zweiter Exkurs: Fluchtgefahr: Kritik der Befreiung als Befreiung von Kritik? (5) Lernen lebenslänglich: Lernende Gesellschaft - Flexibilisierung - Selbstoptimierung