Beschäftigungsfähigkeit oder Maximierung von Beschäftigungsoptionen? : ein Beitrag zur Diskussion um neue Leitlinien für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung. Expertise
item.page.bibb.id
133647
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Friedrich-Ebert-Stiftung
item.page.bibb.publisherplace
Bonn
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Eine Berufsausbildung galt in der industriell geprägten Gesellschaft der Nachkriegszeit meist als Garant für eine qualifizierte berufliche Tätigkeit. Dies hat sich grundlegend gewandelt. Formale Bildungsabschlüsse und eine hohe Qualifizierung ermöglichen zwar nach wie vor bessere Zugangs- und Verbleibchancen in Beschäftigung, sie gehen jedoch nicht mehr selbstverständlich mit stabilen Berufsverläufen und sicheren Aufstiegskarrieren einher. In der bildungs- und beschäftigungspolitischen Debatte gewinnt der Begriff "Beschäftigungsfähigkeit" zunehmend an Bedeutung, obwohl er im wissenschaftlichen wie politischen Kontext meist unscharf und wage bleibt. Es stellt sich deshalb die Frage, ob er sich als neues Leitbild für die Bildungs- und Beschäftigungspolitik eignet. In ihrer Expertise kommt die Autorin zu dem Urteil, Beschäftigungsfähigkeit werde vorwiegend als Eigenschaft und Leistung der Einzelnen betrachtet, sich neuen und sich ständig verändernden Anforderungen flexibel anzupassen. Daraus resultiert eine Tendenz, die Verantwortung für das Gelingen oder das Scheitern von beruflicher Integration alleine den Individuen zuzuschreiben. Als Leitbild einer zukünftigen Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik greife "Employability" damit zu kurz. Die Autorin entwickelt alternativ das Leitbild "Maximierung von Beschäftigungsoptionen". (BIBB-Doku)