Berufsbildung zwischen privaten Interessen und gesellschaftlicher Verantwortung
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Frankfurt/Main
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Abstract
Absicht des Verfassers ist, zur theoretischen Klärung der Ziele, die mit Berufsbildung verbunden sind, insbesondere der pädagogischen, ökonomischen und politischen Ziele, beizutragen. Thematisiert werden u. a. die Interessen und Ziele der Lernenden, der Lehrenden sowie der privaten Unternehmen und der staatlichen Institutionen, die an der Berufsbildung beteiligt sind. Herausgearbeitet wird, in welchem Spannungsverhältnis die Ziele der Personen und Institutionen stehen, welche Funktionen und Aufgaben dem Staat beim Ausbalancieren der Ziele und Interessen zukommen, welches die Kriterien für erfolgreiche Systemsteuerung sind und welche aktuellen Probleme dabei zu beachten und zu lösen sind. Zusammenfassend stellt der Verfasser fest, in dem neokooperatistischen System, das sich für die Berufsbildung und die auf deren Gestaltung gerichtete Politik entwickelt hat, habe die ökonomische Zieldimension das grösste Gewicht. Ein Indiz dafür sei, dass das politische Ziel, die gesellschaftliche Verantwortung für Jugendliche ohne Ausbildung und ohne Arbeit mitzutragen, nur schwach gewichtet ist. Die globale Annahme einer Koinzidenz von ökonomischen und pädagogischen Zielen halte er aus berufs- und wirtschaftspädagogischer Sicht solange für unbegründet, wie das Problem der Arbeitslosigkeit gesellschaftlich nicht gelöst ist. (BIBB2)