Emotionale Kompetenz (Themenschwerpunkt)
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Abstract
Emotionale Kompetenzen werden zur Gestaltung neuer Formen der Zusammenarbeit in der Arbeitswelt verlangt. Daraus ergeben sich Chancen und Notwendigkeiten zugleich, diesen bisher eher vernachlässigten Bereich der Persönlichkeitsbildung zum Gegenstand beruflichen Bildung zu machen. Die Beiträge des Themenschwerpunktes geben einen Einblick in die aktuelle Diskussion. FASSBAUER befasst sich mit Emotionalität aus berufspädagogischer Perspektive und macht deutlich, dass Sozialkompetenz bzw. emotionale Leistungsfähigkeit zu entscheidenden Faktoren der beruflichen und gesellschaftlichen Integration werden, aber noch strukturierte Rahmenbedingungen und entsprechende pädagogische Konzepte fehlen. GIRMENDOK untersucht die Bedeutung von emotionaler Kompetenz im beruflichen Handeln in heutigen Arbeitsorganisationen. BUCK begründet, warum körperorientierte Ansätze zur Persönlichkeitsentwicklung bzw. zur Entwicklung von sozialen und personalen Qualifikationen beitragen können und verdeutlicht dies anhand praktischer Beispiele. PAUL/ZYBELL gehen der Frage nach, inwieweit die Lebensbedingungen junger, allein erziehender Mütter Auswirkungen auf den Verlauf einer Berufsausbildung haben und ob die besondere emotionale Betroffenheit dieser Frauen Chancen und Risiko für das erfolgreiche Gelingen einer Berufsausbildung beeinflusst. NEUNDÖRFER/WUST stellen das Modell "Powertraining Persönlichkeit" mit den vier Bausteinen Erfolgreich lernen, Kommunikationstraining, Teamentwicklung und Stressbewältigung vor, das im Rahmen des Modellversuches IDEA (Individuelle Lernförderung durch differenzierte Lernangebote) am Berufsbildungszentrum Scheinfeld entwickelt wurde. THOMA untersucht, was in der Praxis und an den Hochschulen getan wird, um die Sozialkompetenz von Ingenieuren und Informatikern in IT-Projekten zu fördern. MUNZ erörtert den Zusammenhang von emotionaler Kompetenz und Gewaltprävention in der betrieblichen Berufsausbildung. RADEMACHER informiert über ein Mediationsprojekt an hessischen Schulen, dessen Ziel es ist, den Mediationsgedanken zu verbreiten als einen geeigneten Weg zur Gewaltprävention. (BIBB2)