Der Beitrag der Arbeits- und Berufssoziologie zur Berufsbildungsforschung
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Abstract
"Aus der Perspektive der Arbeits- und Berufssoziologie beschreibt Martin Baethge Entwicklungslinien und Gegenstände der Berufsbildungsforschung. Während die Arbeitssoziologie vor allem die abhängige Industriearbeit, ihre Organisationsformen wie auch ihre Gestaltungsvarianten in den Blick genommen hat, sieht die Berufssoziologie im Beruf ein, wenn nicht das wichtigste Merkmal sozialer Schichtung. Gut dokumentiert ist der Wandel von arbeitsteiligen, tayloristischen Arbeitsstrukturen zu partizipativen Modellen mit komplexen Aufgabenprofilen und wechselnden Inhalten. Beide Teildisziplinen haben nachhaltigen Einfluss auf die Berufsbildungsforschung wie auch auf die Gestaltung von Berufen genommen. Dies schlägt sich nicht zuletzt in der Bildung breit profilierter Berufsbilder, einer projektorientierten Ausbildungsorganisation sowie im Anspruch nieder, Arbeitsbedingungen zu reflektieren und nach Möglichkeit mitzugestalten. Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt, aber auch mit dem Wandel hin zu Dienstleistungsaufgaben erwachsen neue Herausforderungen, die tradierte Konzepte von Beruflichkeit infrage stellen." (Hrsg.; BIBB-Doku)