Höherqualifizierung der Erwerbsbevölkerung: Trends, Notwendigkeiten und neue Perspektiven

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Abstract

Der Beitrag vertritt die These, dass ein relativer Mangel an höheren Qualifikationen und Kompetenzen sich primär im Bereich der beruflichen Bildung abzeichnet und künftig verstärkt auch im Bereich der beruflichen Tertiärbildung abzeichnen wird. Im Vergleich zur akademischen Bildung ist die berufliche Tertiärbildung jedoch wenig sichtbar und zersplittert, so dass hier sowohl ein Ausbau- als auch ein struktureller Reformbedarf besteht. Zur Untermauerung dieser These werden Trends und Notwendigkeiten der Höherqualifizierung in quantitative und qualitativer Hinsicht analysiert und diskutiert. Es werden empirische Befunde zu formalen Qualifizierungstrends in unterschiedlichen Berufsfeldern während der letzten 25 Jahre in Österreich speziell im Zusammenhang mit der Berufsstruktur präsentiert wie sich zukünftig die Qualifikationsnachfrage und das Qualifikationsangebot in Österreich entwickeln werden. Abschließend rücken die Autoren den nationalen Qualifikationsrahmen in den Blick, der Kompetenzen stärker aus einer lebenslauforientierten Perspektive fasst und weniger in traditionellen Abschlusshierarchien und neben der vertikalen Stufung von Qualifikationen auch deren Verortung zwischen den Polen 'Lernbereich' und 'Arbeitsbereich' abbildet. Diese Perspektive wird dazu verwendet, die tertiäre Berufsbildung als unterbelichteten und ausbauwürdigen Bereich des österreichischen Qualifizierungssystems zu identifizieren." (BIBB-Doku)

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