Haben Industriefacharbeiter besondere Probleme mit dem Umweltthema?

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Das Umweltbewsstsein von Industriefacharbeitern wird unter folgender Fragestellung analysiert: "Vereinheitlichen die allgemeinen Strukturelemente der Risikogesellschaft auch die subjektiven Rezeptions- und Verarbeitungsweisen so weit, dass Industriearbeiter in ihrer Mehrheit vom allgemeinen ökologischen Diskurs nicht nur erfasst werden, sondern seine zentralen Beurteilungs- und Verhaltensstandards übernehmen (Vermutung 1)? Oder muss man, in Anknüpfung an die in der wissenschaftlichen Diskussion offenbar favorisierte Auffassung, vielmehr von arbeitsspezifischen Problemlagen und Erfahrungsweisen ausgehen, die sich dem ökologischen Diskurs gegenüber als sperrig erweisen und arbeiterspezifische Rezeptionsprobleme im Umgang mit der Ökologieproblematik erwarten lassen (Vermutung 2)?" Als empirische Grundlage der Untersuchung dient die Befragung von 117 Facharbeitern anhand eines offenen, thematisch strukturierten Leitfadens. Der Beitrag enthält eine vorläufige Ergebnispräsentation mit dem Versuch, das Umweltbewusstsein der befragten Facharbeiter unter dem forschungsleitenden Interesse der skizzierten Fragestellung zu typologisieren. Dabei werden zunächst der Aufbau und die Konstruktionsprinzipien dieses Typisierungsversuchs erläutert. Anschliessend werden erste Erkenntnisse dokumentiert, die sich aus der Anwendung der Typologie auf die genannte Fragestellung ergeben. Die anfängliche Vermutung eines arbeiterspezifischen Problems im Umgang mit dem Umweltthema wurde durch die Empirie im wesentlichen widerlegt. (IAB2)

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