Immigrant optimism in Deutschland? Die Überprüfung einer Hypothese anhand der mathematikbezogenen Motivation und realistischen Bildungsaspiration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

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"Im Beitrag wird die Hypothese des immigrant optimism (Kao & Tienda 1995) für die mathematikbezogene extrinsische und intrinsische Motivation sowie die Bildungsaspiration von fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schülern in Deutschland geprüft. Die Analysen basieren auf dem erweiterten nationalen Datensatz von PISA 2003 mit N = 44.473 Schülerinnen und Schülern und schliessen an Walter, Stanat und Segeritz (unveröffentlicht) und Stanat, Segeritz und Christensen (2010) an. Die Befunde weisen für einige der größten Migrantengruppen in Deutschland (ehem. Sowjetunion, Türkei, Polen, ehemaliges Jugoslawien, Italien) darauf hin, dass sich Jugendliche der ersten Generation tatsächlich motivierter zeigen als Jugendliche der zweiten Generation und Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Es finden sich aber keine Belege für die Annahme, dass diese höhere Motivation auf die Hoffnung auf sozialen Aufstieg zurückzuführen ist. Zudem sind die Bildungsaspirationen der jugendlichen Migranten im Allgemeinen nicht höher, sondern niedriger als von Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Insgesamt gesehen sprechen die Befunde nicht dafür, dass die Hypothese des immigrant optimism für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland zutrifft." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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