Eine "Säuberungsaktion" nationalsozialistischer Berufsschulpolitik
item.page.bibb.id
124662
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Die berufs- und wirtschaftspädagogische Historiographie zur nationalsozialistischen Ära hat sich bisher vor allem mit den Verstrickungen der eigenen Disziplin wie der ideologischen Ausrichtung der Ausbildungspraxis in Betrieben und Schulen beschäftigt und sich dabei auf echte oder vermeintliche Täter konzentriert. Weniger häufig kamen die Opfer nationalsozialistischer Berufsbildungspolitik ins Blickfeld, hierbei jedoch wieder eher die offiziell Verfolgten und Benachteiligten, kaum jedoch die auf unspektakuläre Weise ins Abseits Gedrängten und Ausgeschalteten. An der Biographie des Frankfurter Stadtschulrats Dr. Alfred Barth wird in dem Beitrag gezeigt, wie ein leitender Schulaufsichtsbeamter, der seine eigentliche Karriere während der Weimarer Republik gemacht, sein Amt stets korrekt geführt hatte, und der einer bürgerlich-unpolitischen Lebenshaltung verpflichtet war, auf der Grundlage von Denunziationen von den Nationalsozialisten aus dem Amt gedrängt, gesundheitlich beschädigt und bis zu seinem Tod als Unperson behandelt wurde." (Verlag)