Zum Verhältnis von Allgemeiner Erziehungswissenschaft und Berufspädagogik
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Abstract
Der Verfasser analysiert die Berufspädagogik als Wissensform in ihrem besonderen Verhältnis zur Allgemeinen Erziehungswissenschaft. Deshalb steht zunächst die Frage nach der Beobachterperspektive im Vordergrund. Im zweiten Teil der Analyse werden die persönlichkeitsbezogenen Implikationen moderner Berufsbildung rekonstruiert und als Trend einer "Verallgemeinerung der beruflichen Bildung" beschrieben. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang sowohl die schleichende Erosion des Berufsprinzips als auch die Funktionsverlagerung der Berufsbildung von einer "wandlungsadaptiven Qualifizierung" zu einer "wandlungsgestaltenden Kompetenzentwicklung" im Sinne einer Vorbereitung auf die Selbstanpassung an den Wandel. Die Analyse zeigt, dass durch diese Entwicklungen eine neue Qualität beruflicher Bildung heranreift. In der beruflichen Praxis geht es nicht mehr nur um zweckerfüllende, sondern auch um zwecksetzende Kompetenz. Im letzten Teil wird den aktuellen Besonderheiten im berufspädagogischen Diskurs nachgegangen, wobei es zum einen um die Beziehung zwischen Betrieb und Beruf geht und zum anderen um die Argumentation für eine kompetenzorientierte Wende der Berufspädagogik. (BIBB2)