Emotionen und Lernen in der Benachteiligtenförderung - bindungstheoretische Konzepte und empirische Überlegungen
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Abstract
"In verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zeigt sich seit einigen Jahren eine verstärkte Beachtung von Emotionen. Im Rahmen der pädagogischen Forschung zeigt sich die stärkere Beachtung von Emotionen u.a. im Wandel der Lernkulturen, der mit der Entstehung modernen Lernformen einhergeht. In der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ist die Bedeutung von Emotionen für den Lernprozess und den Lernerfolg - wenn auch nur im geringen Ausmaß - beschrieben worden. Auf der Basis dieser Befundlage wird versucht, die Relevanz von Emotionen im Kontext der Benachteiligtenförderung genauer zu bestimmen. Dies geschieht unter Berücksichtigung der zentralen Maßnahmen der Benachteiligtenförderung, der Berufsvorbereitung (BvB), der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und der außerbetrieblichen Ausbildung (BaE). In diesen Maßnahmen finden die modernen Lernformen als selbstgesteuerte, handlungsorientierte und konstruktivistisch orientierte Lernformen Anwendung. Dabei kann auch eine Berücksichtigung von Emotionen festgestellt werden, die aber in den Studien zur Benachteiligtenförderung bisher nur ansatzweise und eher unsystematisch erfolgt ist. Emotionen werden beispielsweise in den verhaltensorientierten Sozialtrainings und in individuellen Förderansätzen beschrieben." (Autorenreferat, BIBB-Doku)