Latente Funktionen der Institution des Berufs
item.page.bibb.id
127125
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Trotz der zahlreichen Diagnosen einer "Krise des Berufs" in den letzten hundert Jahren ist die berufliche Bildung bis heute eine zentrale Voraussetzung erfolgreicher individueller Integration in den Arbeitsmarkt geblieben. Der Beitrag geht der Frage nach, warum trotz der vielfältigen Krisendiagnosen die Institution des Berufs immer noch recht lebendig ist und wie die Resistenz gegen den Modernisierungsdruck der Wirtschaft zu erklären ist. Er greift dabei zum einen auf die klassische, durch R.K. Merton eingeführte Unterscheidung von manifesten und latenten Funktionen, zum anderen auf das von E. Freidson entwickelte idealtypische Modell von Professionalität zurück. Anhand einiger aktueller Diagnosen einer 'Krise des Berufs' - den Konzepten der Wissensarbeit, des Arbeitskraftunternehmers sowie der neoklassisch-ökonomischen Kritik der Berufsform - wird gezeigt, dass diese Diagnosen wichtige latente gesellschaftliche Funktionen der Institution Beruf ausblenden und daher in ihrem prognostischen Wert fragwürdig sind." (Autorenreferat)