Wie die Arbeitsverwaltung auf neue Probleme reagiert
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Abstract
"Seit Ende der 60er Jahre wurde versucht, die vom Produktionsprozess Ausgegrenzten in diversen 'Kompensationsmassnahmen' aufzufangen, zu disziplinieren und für den Arbeitseinsatz zu präparieren. Heute scheint ein solches Anpassungstraining überflüssig zu sein, da doch wohl das Lehrstellenangebot wieder die Nachfrage abdeckt; die demographische Entwicklung tut ihr übriges. Lediglich die Mitarbeiter der örtlichen Arbeitsämter und die in den Massnahmen Tätigen betonen weiterhin die Unverzichtbarkeit der beruflichen Vorbereitungs- und Ausbildungsprogramme und halten an der Institutionalisierung der Massnahmen fest, in denen sie nach wie vor die einzig aussichtsreiche Möglichkeit erblicken, Jugendlichen und jungen Erwachsenen individuell und effektiv zu helfen. Andere Arten der Hilfe geraten bedrohlich in den Blick und auch ein weiteres Problem stellt sich ein: Nicht nur, dass die politisch und planerisch Verantwortlichen in Bund und Ländern der bisherigen Förderung nicht mehr vorbehaltlos zustimmen - hinzukommt, dass auch die Betroffenen die Programme nicht mehr zu akzeptieren scheinen. Sie suchen sich lieber woanders Hilfe, organisieren sie notfalls selbst. Sie sehen in den offiziellen Massnahmen keine berufliche Qualifizierungschance. In dieser, für sie unerfreulichen Situation, reagieren die in der praktischen Betreuung Tätigen mit dem Hinweis auf die je spezifischen Problemlagen, die sich aus der Arbeitslosigkeit ergeben können. Auch jetzt sehen sie die Dinge wie immer: Arbeitslosigkeit ist ein individuelles Phänomen, bleibt ein Problem der Arbeitswilligkeit bzw. - unwilligkeit und der beruflichen Reife bzw. Unreife." (Autorenreferat)