Wie kompetenzorientiert sind Ausbildungsordnungen eigentlich? : eine Ausbildungsordnungsanalyse
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138656
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Abstract
Die Ausbildungsordnungen wurden auf Basis des am BIBB entwickelten Kompetenzmodells untersucht, wonach Kompetenzorientierung die systematische Berücksichtigung differenzierter Kompetenzdimensionen, nämlich Fach-, Methoden-, Sozial- und personale Kompetenz bedeutet. Die vorgestellten zentralen Analyseergebnisse machen deutlich, dass in den untersuchten Ausbildungsordnungen (Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Medizinischer Fachangestellter, Personaldienstleistungskaufmann, Tischler, Zerspanungsmechaniker) alle aufgeführten Lernziele Bezüge zu den Kompetenzdimensionen aufweisen, wobei die Fachkompetenz durchgängig bei allen Berufen am deutlichsten ausgeprägt ist (50 bis 60 %). Es folgen Methodenkompetenz 21 bis 36 %), Sozialkompetenz (5 bis 6%) und personale Kompetenz (bis 5 %). Tendenziell machen Fach- und Methodenkompetenz den Großteil der Lernziele in den fünf Berufen aus. Offen bleibt die Frage, wie ausgewogen die Ausbildungsordnungen die vier Kompetenzdimensionen integrieren müssen. Für die zukünftige Gestaltung von Ausbildungsordnungen deuten die Analyseergebnisse auf eine verstärkte Berücksichtigung von sozialen und personalen Kompetenzen hin. (BIBB-Doku)