Männliche und weibliche Berufskarrieren im deutschen Bürgertum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts : zum Verhältnis von Klasse und Geschlecht

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Abstract

"Die historischen Forschungen zu den verschiedenen Karrieren und Karrierestufen stehen noch am Anfang. Über Biographien und Berufsuntersuchungen ist der einzelne Lebenslauf in seiner Bedeutung für 'eine Art Kollektiv- bzw. Gruppenbiographie' bisher relativ wenig genutzt worden." Der Verfasser wertete die Ergebnisse einer Lokalstudie zum Bremer Besitz- und Bildungsbürgertum der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie verschiedene biographische Nachschlagewerke unter folgenden Fragestellungen aus: "Inwiefern trug die Klassenzugehörigkeit und/oder das Geschlecht zu der jeweiligen Gestaltung der einzelnen beruflichen Karrieren bei? Überwogen die durch bürgerliche Herkunft und Resourcen gestellten Weichen jene Differenzierungslinien, die die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Geschlechtern hervorriefen? Oder aber gingen beide eine so enge Verbindung ein, dass sie als gleichgewichtige, wenn auch unterschiedliche Dimensionen sozialer Ungleichheit zu werten sind? Verknüpft mit jenen Fragen ist das theoretische Problem, ob die Geschlechtsunterschiede im Rahmen bisher benutzter Klassendefinitionen ihren Platz haben oder aber ob sie diesen sprengen?" (IAB2)

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