Didaktisches Handeln in der Berufsbildung
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Opladen
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Abstract
In dem einleitenden Beitrag des Handbuchs "Berufspädagogische Kategorien didaktischen Handelns" von ARNOLD/LIPSMEIER wird vom didaktischen Handeln und nicht von der Didaktik ausgegangen. Das geschieht mit dem konzeptionellen Anspruch, die Darstellung der Grundstrukturen der Berufsbildung sowie die Auffächerung ihrer theoretischen und praktischen Aspekte vom Gesichtspunkt einer handlungsorientierten Berufspädagogik her abzuleiten. Damit wird die Berufsbildung als eine prinzipiell gestaltbare Konstellation von Faktoren und Bedingungen angesehen, die zwar ihre gesellschaftlich- historische Prägung erfahren hat, die das didaktische Handeln prägen, aber nicht zu determinieren vermögen. In einem ersten Schwerpunkt wird "Didaktisches Handeln" als Leitbegriff einer handlungsorientierten Berufspädagogik unter Einbeziehung verschiedener Auffassungen erläutert. Der zweite Schwerpunkt wendet sich der Definition berufspädagogischer Kategorien (Bildungsbegriff, Arbeit, Betrieb, Beruf, Qualifikation, Ganzheitlichkeit und Verantwortung) zu, die bei einer auf den Bereich der Berufsbildung bezogenen Konzeptionalisierung der Bereiche und Ebenen didaktischen Handelns Berücksichtigung finden müssen. Der Beitrag von HEID "Werte und Normen in der Berufsbildung" setzt sich mit den beiden Begriffen und ihrer Bedeutung für die Berufsbildung auseinander. Dabei wird darauf hingewiesen, dass nicht nur die Adressaten erziehungswissenschaftlicher Qualifizierung (Berufsschullehrer und Ausbilder), sondern auch die Adressaten beruflicher Aus- und Weiterbildung (Auszubildende) sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Orientierung als auch hinsichtlich des Niveaus der moralischen Urteilskompetenz jeweils eine bestimmte Werthaltung oder Wertorientierung besitzen. CZYCHOLL/EBNER gehen in ihrem Beitrag "Handlungsorientierung in der Berufsbildung" auf historische Aspekte und gegenwärtige Forschungsansätze handlungsorientierter Berufsbildung näher ein. Handlungsorientierung als kategoriale Bündelung lässt sich ihrer Meinung nach als ein relativ weites Feld gegenwärtiger Bemühungen um didaktische Innovation in der Berufsbildung auffassen. Im Beitrag von RAUNER "Gestaltung von Arbeit und Technik" wird die Bedeutung der Gestaltung von Arbeit und Technik für das didaktische Handeln untersucht. Stehen in der betrieblichen Ausbildung die spezifischen Inhalte und Formen der betrieblichen Organisationsentwicklung im Vordergrund, so kommt es bei den Schulen darauf an, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zugleich kritisch und konstruktiv im Spannungsverhältnis von Historizität und Perspektivität mit der Gestaltbarkeit und der Gestaltung von Arbeit und Technik auseinanderzusetzen. (BIBB)