Diskriminierung am Ausbildungsmarkt : Ausmaß, Ursachen und Handlungsperspektiven
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166215
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Berlin
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Abstract
Jugendliche mit Migrationshintergrund haben bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz auch bei gleicher Qualifikation schlechtere Chancen. Bislang ist jedoch nicht belegt, dass die schlechteren Einmündungschancen von Schulabgängern mit Migrationshintergrund tatsächlich auch auf diskriminierendes Einstellungsverhalten der Ausbildungsbetriebe zurückzuführen sind. Die vorliegende Studie des SVR-Forschungsbereichs hat empirisch untersucht, in welcher Form und in welchem Ausmaß Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland beim Zugang zum Ausbildungsmarkt diskriminiert werden. Mithilfe eines Korrespondenztests wurde erstmals statistisch nachgewiesen, dass ein diskriminierungsfreier Zugang zur Ausbildung im dualen System in Deutschland noch nicht gewährleistet ist. Jugendliche mit Migrationshintergrund müssen der Studie zufolge deutlich mehr Bewerbungen schreiben, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden als Mitbewerber ohne Migrationshintergrund. Wo diskriminiert wird, entgehen den Ausbildungsbetrieben geeignete Bewerber. Bei den Jugendlichen besteht Resignationsgefahr und das Risiko von Rückzug, wenn sie auf ihre Bewerbung immer wieder Absagen erhalten. Um Diskriminierung zu vermeiden und Chancengleichheit auf dem Ausbildungsmarkt herzustellen, werden eine Reihe von Handlungsempfehlungen vorgestellt, die sich vorrangig an Unternehmen und die berufsständischen Kammern richten. (BIBB-Doku)