Der Doppelcharakter des Berufs : Beobachtung einer erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Debatte

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Weinheim

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Der Beitrag greift die Diskussion des Berufsprinzips in den 1990er Jahren auf mit dem Ziel, die Entberuflichungsdebatte hinsichtlich der Argumente bzw. Gründe für und gegen die Auflösung des Berufsprinzips zu rekonstruieren. Die Beiträge werden mit Blick auf den jeweils verwendeten Berufsbegriff (funktionaler Berufsbegriff, klassischer Berufsbegriff) systematisiert, um so die Perspektiven der Diskussion zu verdeutlichen und mögliche Konsequenzen für die Berufsbildungsforschung anzudeuten. Es wird die These vertreten, dass es einen in der Debatte nicht systematisch mitreflektierten Zusammenhang zwischen dem jeweiligen Berufsverständnis der Autoren und ihrer Position für oder gegen das Berufsprinzip gibt. Demgegenüber plädiert der vorliegende Beitrag für eine konsequente Orientierung an einem funktionalen Berufsverständnis, das es erlaubt, die Debatte nicht losgelöst von denkbaren "unbeabsichtigten" Nebenfolgen von Entberuflichung zu führen, d.h. die Vor- und Nachteile berufsförmigen Arbeitsvermögens sowohl für ihre Träger als auch für ihre Nachfrager bewusst zu halten, so dass Informationsverluste für die berufsbildungspolitische Steuerung vermieden werden könnten. (BIBB2)

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