Berufsausbildung mit Abitur : Konzeption doppeltqualifizierender Bildungsgänge aus der Sicht des ostdeutschen Bildungssystems : Fachtagung des Modellversuchs "Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit Fachhochschulreife" (1995, Schwarze Pumpe)
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Abstract
Die Berufsausbildung mit Abitur (BmA) wurde in der DDR über 25 Jahre lang neben einzelqualifizierenden Abschlüssen angeboten. Die Entwicklung der BmA wird sowohl aus der inneren Situation der DDR als auch im Unterschied zu Doppelqualifikationen westdeutscher Prägung dargestellt. Diesen gegenüber behält die BmA aus konzeptionellen und quantitativen Gründen Aktualität. Bisher gibt es praktisch keine realisierten Modelle einer Doppelqualifikation in Kombination eines Ausbildungsberufes mit der allgemeinen Hochschulreife. Zeitweise haben bis zu 10.000 Jugendliche eines Altersjahrgangs ihre Studienberechtigung durch die BmA erworben, im Durchschnitt der 80er Jahre stellten sie ein Drittel der Abiturienten. Jedoch konnte die polytechnische Bildung im allgemeinen und die BmA im besonderen den Gegensatz zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung nicht überwinden. Allgemeinbildung und Berufsbildung wurden nur additiv zusammengeführt. Die Erfahrungen mit der BmA sollten jedoch in die notwendigen Diskussionen um die weiterführende Schulreform im geeinten Deutschland einfliessen. (BIBB2)