Die Alternative zum Konzept des Berufs: das Kompetenzkonzept : Intentionen und Folgeprobleme am Beispiel Frankreichs
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127127
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Abstract
Das Kompetenzkonzept, das in den letzten Jahren in vielen Ländern Europas eine bemerkenswerte Karriere machte, hat nicht nur eine berufspädagogische, sondern auch eine berufsbildungspolitische Seite: Es ist auch ein politisches Gegenkonzept zum Berufskonzept, auf dem berufliche Bildung in Deutschland basiert, und mit diesem strukturell inkompatibel. Der Beitrag zeigt diese wenig thematisierte politische Seite des Kompetenzkonzepts am Beispiel von Frankreich, wo es seit längerem in vielen Betrieben implementiert und Gegenstand einer breiten wissenschaftlichen Diskussion ist. Gezeigt werden die mit einer Implementation verbundenen Intentionen der Arbeitgeber und die - gewollten und ungewollten - Folgen für Arbeitnehmer, Betriebe und Gesellschaft (beobachtbare Folgen im Bereich des Arbeitsverhaltens und der Lohnfindung, absehbare Konsequenzen für Weiterbildung, Mobilität am Arbeitsmarkt und industrielle Beziehungen). Bei einer Übertragung des Kompetenzkonzepts auf die deutsche Berufsbildung befürchtet die Autorin massive negative Konsequenzen, ebenso für den Fall einer Koexistenz beider Konzepte. Am Ende stehen Schlussfolgerungen für die Berufsbildungspolitik und Berufsbildungsforschung in Deutschland. (BIBB-Doku)