Empirische Erschließung von nachhaltigen Qualifikationsanforderungen auf betrieblicher Ebene

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Abstract

In der Praxis von Unternehmen sowie im Handwerk sind zahlreiche Initiativen, Strategien, Konzepte und Modelle von nachhaltigem Wirtschaften zu finden. Die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung spielt indes in Aus- und Weiterbildung derzeit kaum eine Rolle. Ein Grund für die Lücke ist im Diskurs über eine nachhaltige Berufsbildung zu finden. Der Versuch, berufliche Lehr-Lern-Ziele, berufliche Handlungskompetenzen, Inhalte und Prozesse im Kontext der nachhaltigen Entwicklung präzise zu bestimmen, scheitert an überzogenen normativen Ansprüchen und empirischen Zugängen. Um eine nachhaltige Gestaltung von Arbeits- und Lernprozessen zu ermöglichen, ist eine kontextbezogene empirische Forschung erforderlich. Bezugspunkt für solche Untersuchungen müssen die Facharbeiter in ihren realen Arbeitsprozessen mit den spezifischen Herausforderungen sein. Im Rahmen dieser "empirischen Wende der Berufsbildungsforschung" wurde eine Studie über "Globalität und Interkulturalität als integraler Bestandteil beruflicher Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" (GINE) durchgeführt. Im Beitrag wird das Vorgehen in dieser Studie skizziert, um deutlich zu machen, dass mit Hilfe der Berufbildungsforschung die "nachhaltige Lücke" verkleinert werden kann. Es werden ausgewählte Erkenntnisse für die Sektoren Handel und Kreislauf- und Abfallwirtschaft dargestellt. (BIBB-Doku)

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