Der Ort des dualen Studiums zwischen beruflicher und akademischer Bildung: Mythen und Realitäten
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174874
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Abstract
"Duale Studiengänge haben sich, zum Teil unter anderen Bezeichnungen, seit ihrer erstmaligen Einführung in den 1970er Jahren immer weiter ausgebreitet, insbesondere in den letzten zehn Jahren. Auch die Studierendenzahlen sind deutlich angestiegen. Duale Studiengänge gelten als ein Erfolgsmodell der Studienreform, weil sie versprechen, eines der 'klassischen' Probleme des Studiums, den unzureichenden Praxisbezug, einer Lösung entgegenzuführen. Mit ihrer Ausbreitung geht auch eine Diversifizierung der Formate einher, in denen dualen Studiengänge angeboten werden. Der Beitrag stellt Ergebnisse verschiedener empirischer Untersuchungen zur Rekrutierung und Zusammensetzung dual Studierender vor, zu ihrer Studienmotivation und Bildungsherkunft, sowie zu den Stärken und Schwächen dualer Studiengänge aus Sicht der Studierenden. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen nicht uneingeschränkt die Hypothese einer positiven Leistungsauswahl unter den dual Studierenden. Sie zeigen aber eine höhere soziale Durchlässigkeit dualer Studiengänge. Zu den Motiven, einen dualen Studiengang zu wählen, zählen neben dem Praxisbezug des Studiums vor allem die guten Karrierechancen nach Studienabschluss und das eigene Einkommen, über das dual Studierende in der Regel verfügen. Abschließend ordnet der Beitrag das Themea in die aktuelle 'Akademisierungsdebatte' in Deutschland ein." (Autorenreferat, BIBB-Doku)