Problemstellung und Zielsetzung der Berufsberatung
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Abstract
Die Verfahren der Berufsberatung haben sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts erheblich gewandelt. Dies ist auf die Veränderungen der Arbeitsorganisation und die Entstehung neuer Konzepte von beruflicher Qualifikation zurückzuführen, ausschlaggebend sind aber ebenso wissenschaftliche Modelle, die bei der Untersuchung von Berufsberatungsfragen eingesetzt werden, sowie ethische, politische und gesellschaftliche Zielsetzungen, die man der Berufsberatung zuschreibt. Der Beitrag geht der Frage nach, ob es angesichts der aktuellen Weltlage nicht angemessen wäre, diese Verfahren neu zu definieren und das Gemeinwohl zu ihrem zentralen Bezugspunkt zu erheben. Ideologische Rahmenbedingungen, soziale Kontextdimensionen (Arbeitsorganisation und Qualifikationsvorstellungen, die Struktur des Bildungssystems, wissenschaftliche Problemstellungen) und die Zielsetzung der Berufsberatung werden analysiert. Fazit dieser Betrachtung ist, dass der neue Ansatz der Berufsberatung sich auf Werte gründen müsste, die als "universelle" Handlungsmaximen gelten. Im Zentrum müsste der Grundgedanke stehen, dass die menschliche Selbstverwirklichung, die durch die Berufsberatung ermöglicht werden soll, ohne die gleichzeitige Entwicklung des Mitmenschen nicht möglich ist. (BIBB2)
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www.cedefop.europa.eu/files/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/303/26_de_guichard.pdf [Zugriff: 11.9.2017]