Das duale System der Berufsausbildung hat Zukunft. Interview mit Dr. Hermann Schmidt, dem langjährigen Leiter des Bundesinstituts für Berufsbildung

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Herr Schmidt äussert sich in dem Interview über Aspekte der Berufsbildung, die in der gegenwärtigen Umbruchsphase nach wie vor von grosser Bedeutung ist. Zunächst einmal weist Herr Schmidt darauf hin, dass gegenwärtig fast alle Jugendlichen eines Altersjahrganges in die verschiedensten Berufsbildungsgänge eintreten und zwei Drittel allein ins Duale System der Berufsausbildung, was ihre Bedeutung unterstreicht, denn Anfang der 70er Jahre waren es lediglich 60% eines Jahrganges, die in das Duale System eintraten. Im Gegensatz zu vielen Unkenrufen über den Niedergang der Produktionsberufe weist er darauf hin, dass gerade diese Berufe sehr gute Zukunftsaussichten haben, wenn man an die Berufsfelder Metalltechnik, Elektrotechnik, Chemie, Druck usw. denkt. Seines Erachtens bietet der Dienstleistungsbereich für Jugendliche besonders gute Chancen, und zwar in den qualifizierten Berufen und nicht - wie vielfach behauptet wird - in den Niedriglohnbereichen. Er weist hier besonders auf die Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich, aber auch im Service-Bereich hin, wo es erheblichen Weiterbildungsbedarf, beispielsweise im Krankenhaus- und im Sport-Management gibt. Geradezu als Erfolgsgeschichte ist die Einführung der Medienberufe bzw. der Informations- und Kommunikationsberufe zu sehen. Letztere haben geradezu neue Massstäbe gesetzt. Hier wurden beispielsweise 1997 4.200 Ausbildungsverträge abgeschlossen.

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