Bildungsgerechtigkeit als Leitlinie für Schul- und Unterrichtsentwicklung : Ergebnisse des Modellversuchs "Region des Lernens"
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126127
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Abstract
Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, welche Relevanz das Thema Bildungsgerechtigkeit heute hat, welche Maßnahmen zur Verbesserung im deutschen Schulwesen bisher getroffen wurden und inwieweit Vernetzung hier einen Mehrwert erbringen könnte. Dies wird am Beispiel des niedersächsischen Modellversuches "Region des Lernens" - Berufsbildende Schule als Leitstelle eines regionalen Qualifizierungsnetzwerks" analysiert, der die Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit zum Ziel hatte. Der Modellversuch greift die Anregungen der Schulqualitätsforschung und der aktuellen Bildungspolitik auf, vorhandene regionale Ressourcen in ein Bildungsnetzwerk einzubinden, in dem Schulen mit außerschulischen Partnern, wie Betrieben, Jugendhilfe und sozialen Einrichtungen etc. zusammenarbeiten, um die Lernkompetenz und die Lernergebnisse der Schüler des Sekundarbereiches I zu verbessern und sie in den Stand zu versetzen, eine spätere Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren. Die Ergebnisse machen deutlich, dass der koordinierende Charakter und der regionale Bezug des Projekts als Durchbruch in der Benachteiligtenförderung angesehen werden kann und dass Schule als sekundäre Sozialisationsinstanz in Zusammenarbeit mit der Region nach der Familie die erste und einzige ist, die hier überhaupt noch ausgleichend wirken kann und muss bei der Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit. (BIBB2)