Friedrich Feld und der Nationalsozialismus
item.page.bibb.id
185989
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit dem Niederschlag der nationalsozialistischen Ideologie in den Veröffentlichungen des ersten habilitierten Wirtschaftspädagogen, der als zentraler Akteur im Prozess der Etablierung der Berufs- und Wirtschaftspädagogik als akademische Disziplin in der Zeit bis 1945 anzusehen ist. Friedrich Feld, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs den Tod fand und dessen Biographie erst in den 1960 und -70er Jahren kritisch betrachtet und zum Gegenstand akademischer Debatten wurde, gilt in der Gegenwart als Verkörperung der Auslieferung seiner Disziplin an die nationalsozialistische Weltanschauung und deren Dienstbarmachung für die wirtschaftspolitischen Bedürfnisse und Anforderungen des Regimes. Die Hinwendung Felds an den Nationalsozialismus, die sich 1933 schlagartig vollzog, kann aufgrund des Fehlens von Selbstzeugnissen lediglich auf Grundlage seines Schrifttums und seiner Taten beschrieben und analysiert werden, wodurch dem biographischen Ansatz Grenzen aufgezeigt werden, zumal die archivalische Überlieferung zu ihm lediglich Auskunft über seine Amtsgeschäfte und die zwei Berufungsverfahren für das wirtschaftspädagogische Extraordinariat 1930 bzw. das Ordinariat 1939 bietet. Vor diesem Hintergrund werden in vorliegendem Beitrag, der sich stark auf Originalaussagen Felds stützt, die Entwicklungslinien der von ihm konsequent und in großen Schritten vorgenommenen Neubestimmung seiner Disziplin auf Grundlage der Prämissen der NS-Weltanschauung aufgezeigt, wobei auch auf bislang wenig beachtete Veröffentlichungen eingegangen wird. Dies wird begleitet von Angaben zur akademischen Karriere Felds, zu dessen Berufung zum ordentlichen Professor hier erstmalig detaillierte Angaben aus Archivmaterial veröffentlicht werden können." (Hrsg.; BIBB-Doku)