Entwicklung des "beruflichen" Teilzeitschulwesens im Grhtm Sachsen-Weimar-Eisenach unter besonderer Berücksichtigung der Residenz- und Universitätsstadt Jena (1821-1925)
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151150
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Abstract
In der historischen Berufsbildungsforschung existieren im Hinblick auf die Frage nach der historischen Bedingtheit der Entstehung und Ausformung des beruflichen Teilzeitschulwesens zwei konträre Erklärungsansätze: zum einen der Qualifikationsbedarf und zum anderen die politische Sozialisationsfunktion. Diese Erkenntnisperspektiven sind jedoch vornehmlich in der Auseinandersetzung mit der preußischen Entwicklung entstanden. Zur Zeit der Entstehung und Ausformung des beruflichen Teilzeitschulwesens im 19. und frühen 20. Jahrhundert herrschten uneinheitliche berufsbildungspolitische Interessenkonstellationen und Entscheidungskompetenzen sowie unterschiedliche sozioökonomische Strukturen in den einzelnen Staaten bzw. Gliedstaaten. In der historischen Berufsbildungsforschung weitgehend unbeachtet blieben bisher die acht Thüringer (Glied-)Staaten in Mitteldeutschland. Die vorliegende historische Regionalstudie leistet einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke. Im Beitrag werden Befunde zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach mit dem Untersuchungsschwerpunkt Jena vorgestellt, die den Schluss zulassen, dass beide Triebkräfte ineinandergreifen und das berufliche Teilzeitschulwesen auf den Weg zur Berufsschule bewirkt haben. (BIBB-Doku)