Vom Vermessen des Menschen : Das Modethema Kompetenz und seine Bedeutung für die Praxis
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Abstract
Der Beitrag setzt sich mit der Kritik an der Kompetenzprogrammatik auseinander, die sich vor allem auf definitorische Fragen und die Kompetenzorientierung in der Bildungsplanung und der Erfolgsmessung bezieht. Er nimmt Stellung zu drei Kernpunkten: (1) zum Vorwurf der Enge des Kompetenzansatzes, (2) zum Vorwurf der Missachtung der Interessen der untersuchten Personen bei der Kompetenzmessung und (3) zum Vorwurf der Missachtung der Interessen der einzelnen Bildungsinstitutionen. Aus Sicht des Autors sei der Kompetenzbegriff breit genug angelegt und schließe Faktoren ein, die den mündigen, kritischen, selbstbestimmten Staatsbürger kennzeichnen. Das seien nicht nur Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen; dazu gehörten Einstellungen, Motive und Werthaltungen. Der Autor hält Kompetenzmodelle für hilfreich, wenn es um die Verständigung über Ziele von Bildung, Aus-, Fort- oder Weiterbildung sowie Persönlichkeitsentwicklung geht. (BIBB-Doku)