Vom Aussiedeln zum Einstellen? : Anmerkungen zu den Perspektiven des Lehrerarbeitsmarktes
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115109
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Hamburg
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Abstract
Der Beitrag diskutiert einige Unsicherheiten bei dem Versuch, die langfristigen Entwicklungstendenzen des Lehrerausbildungs- und Lehrerbeschäftigungssystems zu prognostizieren. "Die grössten demographischen Unsicherheiten für die Prognose der Schülerzahlen und damit auch des Lehrerbedarfs gingen schon in der Vergangenheit von den Zuzügen und Rückwanderungen von Ausländern aus. Diese Ungewissheit wird durch die drastisch gestiegenen Zahlen der Aussiedler seit 1988 und der Übersiedler seit 1989 noch weit übertroffen. Das Schulwesen ist hiervon besonders tangiert, da die Kinder im schulpflichtigen Alter bei den Übersiedlern aus der DDR eine besonders grosse Altersgruppe bilden. Wie lange und in welchem Umfang diese Zuwanderungen von Aus- und Übersiedlern anhalten werden, muss als hochgradig spekulativ gelten. Dennoch ist es ein Gebot verantwortungsbewusster Vorausschau, diesbezügliche Modellrechnungen, wie sie jüngst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung vorgelegt wurden, in Szenarien der Lehrerbedarfsentwicklung mit aufzunehmen. Das Dilemma der Lehrerbedarfsprognostik wird hier offensichtlich: vor die Alternative gestellt, dramatische Veränderungen in den Rahmenbedingungen entweder zu ignorieren, was man beim Festhalten an der KMK-Schülerprognose vom April 1989 tun würde, oder sie von einem Beobachtungszeitraum weniger Monate auf über ein Jahrzehnt zu extrapolieren, muss sie sich für beides in Form von Alternativrechnungen entscheiden." (IAB2)