Gruppenarbeit kulturell (anders) betrachtet
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779579
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Abstract
„Teamarbeit oder Gruppenarbeit scheint in der heutigen Welt unerlässlich zu sein. Egal, ob in der produzierenden Industrie oder in kreativen Start-ups ist Arbeiten in Teams nicht wegzudenken. Insbesondere wird mit Teamarbeit Innovation und Effizienz verbunden (z.B. Gemünden/Högl 1998; Gebert 2004). Da ist es natürlich wichtig, dass die angehenden Fachkräfte auf diese Form des Arbeitens frühzeitig, d. h. auch schon in der Schule und in der Berufsbildung vorbereitet werden, um sich entsprechende Sozialkompetenzen anzueignen. In der Bildungslandschaft wird deshalb vermehrt Gruppenarbeit als eine Sozialform des Unterrichts eingesetzt (Allespach 1999). Dabei geht Tschira (2005) davon aus, dass die Gruppenarbeit sich in fünf Phasen gliedert. Diese Phasen sind: 1. Orientierungsphase, 2. Differenzierung und Machtkampf, 3. Vertrautheitsphase, 4. Arbeitslust und Produktivität, 5. Trennung und Schluss. Ich möchte im Folgenden zwei von mir beobachtete Gruppenarbeiten aus zwei verschiedenen kulturellen Kontexten vorstellen und vor dem Hintergrund des Verlaufsmodells nach Tschira (2005) reflektieren. Hier wird die Frage verfolgt, inwieweit Gruppenarbeiten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zur Förderung von Sozialkompetenzen sinnvoll eingesetzt werden können.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)