Ausbildungsinadäquate Beschäftigung in Deutschland und den USA : ein Vergleich von Struktur und Einkommenseffekten auf der Basis von Paneldaten
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Bonn
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Abstract
Die Studie vergleicht Ungleichgewichte von Qualifikationen und Arbeitsplatzanforderungen in Deutschland und den USA. Der empirische Vergleich auf der Basis von Paneldaten - deutsche Längsschnittdaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 1984 und US-Daten der "Panel Study of Income Dynamics" (PSID) der Jahre 1976 und 1985 - soll zur besseren Bewertung der Dimension der ausbildungsinadäquaten Beschäftigung in Deutschland dienen. Es werden Struktur und Einkommenseffekte nicht ausbildungsgemässer Beschäftigung für die Gesamtheit der Erwerbstätigen und speziell für die Teilpopulation der 22- und 28jährigen Berufsanfänger untersucht. Betrachtet werden adäquate, unter- sowie überwertige Beschäftigung nach Dauer der Berufserfahrung. Im Ergebnis zeigen sich markante Unterschiede in Ausmass und Struktur von unterwertiger Beschäftigung in beiden Ländern. Berufliche Chancen und Risiken sind - unabhängig vom Bildungsgrad - in den USA wesentlich variationsreicher als in Deutschland. Den höheren Risiken eines flexibleren Arbeitsmarktes in den USA stehen auch bessere Chancen gegenüber. Neben dem Flexibilitätsgrad des Arbeitsmarktes spielt die unterschiedliche Bewertung der formalen beruflichen Qualifikation bei den Berufschancen eine grosse Rolle. Übereinstimmend zeigen sich positive Effekte beruflicher Weiterbildung. Die Ergebnisse der Studie ermöglichen insgesamt eine bessere Zuordnung von Ausbildung und Art der Beschäftigung im internationalen Vergleich. Im Anhang des Bandes sind die empirischen Ergebnisse dokumentiert. (BIBB)