Chancen stiften statt ausgrenzen : Anregungen zur Kultivierung unserer Gesellschaft durch praktische Solidarität mit benachteiligten jungen Menschen
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Abstract
"In dem Beitrag wird dargelegt, warum in Deutschland etwa zwanzig Prozent der jungen Menschen eines Altersjahrgangs als 'benachteiligt' einzustufen sind: Es liegt am Umfang und an der Zusammensetzung ihrer ökonomischen Ressourcen, ihres kulturellen Kapitals und ihrer sozialen Netzwerke, dass sie mehrheitlich in allen Lebensbereichen relativ erfolglos bleiben. Die Umbrüche im Ausbildungs- und Beschäftigungssystem führen überdies zu Ausgrenzungsprozessen, die auf eine unerträgliche Weise die Risiken der ohnehin Benachteiligten radikalisieren. Diese Entsolidarisierung im grossen Stil bedroht die Fundamente der staatlichen Ordnung: Sollte dem unteren Fünftel der Gesellschaft tatsächlich verwehrt bleiben, die eigene Existenz und Lebensqualität über Erwerbseinkommen zu sichern, dann müssen sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf einen radikalen Umbau ihrer Wirklichkeitskonstruktionen gefasst machen. Die strukturellen und curricularen Konsequenzen, die sich hieraus für die Schul-, die Sozial- und die Berufspädagogik ergeben, werden abschliessend skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)