Die Blockierung der Generationenablösung im ostdeutschen Beschäftigungssystem
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Berlin
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Abstract
Die Autoren schildern auf der Grundlage von Sekundäranalysen des Arbeitsmarkt-Monitors Sachsen-Anhalt und des Sozioökonomischen Panels (SOEP) die Strukturen und Mechanismen, die zu einer weitgehenden Blockierung der Generationenablösung in den ostdeutschen Beschäftigungsstrukturen führen. Die beruflichen Eintrittschancen junger Erwachsener in Ostdeutschland haben sich von 1990 bis 1997 deutlich verschlechtert. Als Ursachen werden neben der schlechten Arbeitsmarktlage vor allem das Nachdrängen geburtenstarker Jahrgänge in das Beschäftigungssystem und die verzerrte Altersstruktur der Beschäftigten gesehen. Jugendliche dieser Kohorten müssen verstärkt um einen Arbeitsplatz konkurrieren und weisen diskontinuierliche Erwerbsverläufe auf. Durch die ungünstige Altersstruktur entwickelten sich in den vergangenen Jahren zunehmend branchenspezifische Problemlagen. Der stark ausgeprägte Anteil mittlerer Jahrgänge wird auf absehbare Zeit nur zu einem geringen Ersatzbedarf an Arbeitskräften führen. Die vorgestellten empirischen Befunde sind erste Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojekts zu den Langfristfolgen des Systemumbruchs im Bildungs- und Beschäftigungssystem der neuen Bundesländer, das vom Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (zsh) durchgeführt wird. (BIBB2)