Digitalisierung und Berufsbildung : sieben Thesen
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Abstract
"Bei der Digitalisierung handelt es sich um einen widersprüchlichen Prozess. Zum einen ist sie eine Rationalisierungsstrategie mit erheblichen Risiken für Beschäftigung und Arbeitsbedingungen. Zum anderen erlaubt Digitalisierung eine Humanisierung der Arbeit, die Dequalifizierung verhindert und anspruchsvoller und lernförderlicher Arbeit dienlich sein kann. Ob jedoch Technikeinsatz und Arbeitsorganisation in digitalisierten Unternehmen humanisierte Arbeit ermöglichen, hängt davon ab, ob die Gestaltung der Arbeit und die Arbeitsorganisation darauf ausgerichtet werden und die dafür erforderlichen Fachkräfte zur Verfügung stehen. Die Berufsbildung ist dabei ein Schlüsselelement, um das Potenzial für eine humane Digitalisierung zu erschließen. Gegenwärtig erleben wir aufgrund der Entwicklungen in der Mikroelektronik und Sensortechnologie eine neue Qualität in der Vernetzung. Wegbereitend hierfür sind cyber-physische Systeme (CPS). Die zentrale Frage ist, was die Digitaltechnik so bedeutsam macht, dass wir heute im Rahmen der Diskussion um die vierte industrielle Revolution Digitalisierung als Anwendung der Digitaltechnik in das Zentrum der Entwicklung stellen. Nachstehende Thesen sollen Aufschluss darüber geben." (Autorenreferat; BIBB-Doku)