Begleitforschung von Modellversuchen zwischen Praxisinnovation und Theorieentwicklung
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Abstract
Wissenschaftliche Begleitungen von Modellversuchen sind in ihrer Orientierung und Leistungsfähigkeit wesentlich durch ihren Stellenwert im Theorie-Praxis-Verhältnis bestimmt. Gegenstand des Beitrages ist die Begründung und Gestaltung des Verhältnisses von Wissenschaft und Praxis in der Begleitforschung seit Beginn der 70er Jahre. Entscheidend ist die Frage, wie dieses Verhältnis jeweils wissenschaftsthoretisch und methodologisch begründet wird und welche unterschiedlichen Forschungsansätze und Forschungsverständisse bestehen. Damit wird auch der Frage nachgegangen, ob die im bisherigen Konzept der Begleitforschung angelegte doppelte, theorie- und praxisbezogene Aufgabenbestimmung forschungskonzeptionell sinnvoll und haltbar ist. Es ist eine generelle Entwicklungstendenz zur verstärkten Praxisbetonung im Rahmen eines veränderten Theorie-Praxis-Verhältnisses festzustellen. Diese Entwicklung mit entsprechenden Schlussfolgerungen lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen: 1. Durchsetzung eines handlungs- und verwendungsbezogenen Forschungs- und Wissenschaftsverständisses; 2. Stärkung qualitativer Forschungsmethoden im Kontext praxisnaher wissenschaftstheoretischer Begründungen; 3. Tendenz einer Verengung handlungsorientierter Ansätze auf betriebliche Praxisinnovationen; 4. Praxiskompetenz von privatwirtschaftlich organisierten wissenschaftlichen Begleitungen; 5. forschungsorganisatorische Weiterentwicklung der Begleitforschung. Gegenstand der Untersuchung ist wissenschaftliche Begleitung von Modellversuchen vornehmlich in der ausserschulischen Berufsbildung. (BIBB2)