Berufliche Vollzeitschulen in Österreich : eine Alternative zum Dualen System?
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128823
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Abstract
Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt verlangt nach Alternativen neben dem Dualen System, wie sie die beruflichen Vollzeitschulen darstellen könnten. Die Ursachen für deren Stagnation seit Jahren (17 Prozent eines Altersjahrgangs) sind hauptsächlich auf die wenig koordinierte Politik von Bund und Ländern zurückzuführen und in der Auffassung zu suchen, dass mit dem Dualen System der "Königsweg" in der beruflichen Bildung vorhanden ist. Bei einem Blick über die Grenzen lassen sich schnell alternative international anerkannte Berufsbildungssysteme identifizieren (Österreich, Schweiz, Dänemark), die Anregungen für Veränderungen im deutschen Berufsbildungssystem geben können. In diesem Sinn gehen die Autoren auf die österreichische Alternative ein, weil sich hier ein Gegenentwurf zum preußisch-deutschen Berufsbildungssystem über mehr als zwei Jahrhunderte entwickeln konnte. In Österreich ist es seit 1947 gelungen, die berufliche Bildung als angesehene Alternative zum Gymnasium aufzubauen und zudem durch die Wahlmöglichkeiten zwischen der dualen Lehrausbildung und den berufsbildenden Vollzeitschulen auf Herausforderungen wie dem zu geringen Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen flexibel zu reagieren. (BIBB)