Die aktive Rolle des Lernens und des sozialen Dialogs bei organisatorischen Veränderungen
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Abstract
Das Forschungsprojekt "Partnerschaft und Institutionen in Europa" (PIE) versucht, die potenzielle Bedeutung des sozialen Dialogs für die Entwicklung des Humankapitals zu ermitteln. Zugrunde liegt die Hypothese, dass der soziale Dialog bei der Kompetenzentwicklung, der Ausbildung und dem Ausbau der Investitionen der Unternehmen in Humankapital eine entscheidende Rolle spielen kann. Offen ist bislang, wie die Unternehmen die Arbeitnehmer und ihre Vertreter einbeziehen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich trotz institutionalisierter Rahmenstrukturen ein sozialer Dialog zu Schlüsselfragen entwickelt hat und operationelle und strategische Prozesse in Gang setzt. An die Stelle von institutionellen Formen des sozialen Dialogs können innovativere und kreativere Modelle treten, die in der gegenwärtigen Theorie kaum erwähnt sind. Die grösste Herausforderung für die politischen Entscheidungsträger besteht darin, Massnahmen zur Unterstützung solcher sozial innovativer Unternehmenspraktiken zu ergreifen und diese zugleich gegen die erforderliche Ausweitung von Schutzrechten und anderen positiven Rechten im Rahmen der vorgesehenen Sozialmassnahmen abzuwägen. Grundlage bilden Fallstudien an 12 Unternehmensstandorten der drei Sektoren Kfz-Montage, Bankwesen und Telekommunikation in Deutschland, Schweden, Italien und dem Vereinigten Königreich. (BIBB2)